11. April 2019

Energie neu denken: Die Energiewende in Iserlohn

Im Dezember 2015 wurde das Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Mit dem Klimaschutzplan 2050 hat die deutsche Bundesregierung eine Strategie vorgelegt, um ihren Teil dazu beizutragen, das Abkommen zu realisieren und eine deutschlandweite Versorgung mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien zu sichern. Und obwohl das Thema seitdem in aller Munde ist, wird man das Gefühl nicht los, dass die Gesetze, Maßnahmen und Förderungen uns als Verbraucherinnen und Verbraucher, als Stadt, Region, Kommune eigentlich gar nichts angehen.

Aber das ist ein Irrtum! Denn die Energiewende betrifft uns alle. Und wir können alle daran mitarbeiten, dass sie ein Erfolg wird – auch wir in Iserlohn.


Ganz konkret: Die Umsetzung der Energiewende in Iserlohn

Denn hier in Iserlohn sehen wir vom Heimatversorger uns als Wegbegleiter neu gedachter Energie. Wir nehmen die Erzeugung regional und nachhaltig erzeugter Energie in den Fokus und hat bereits einige große Projekte realisiert.

So haben wir nicht nur die erste E-Tankstelle im Märkischen Kreis in Betrieb genommen, sondern stellt mit dem SauerlandStrom Mobil außerdem einen Stromtarif für Nutzer von Elektroautos zur Verfügung – mit Strom, der bereits zu 100 % aus erneuerbaren Energien stammt.

Eine richtige Erfolgsgeschichte ist außerdem die Windkraftanlage an der Versetalsperre zwischen Lüdenscheid und Herscheid. Sie versorgt pro Jahr mehr als 2.000 Haushalte mit klimaneutral erzeugtem Strom. Das bedeutet eine Einsparung von ca. 2.000 Tonnen umweltschädlichem Kohlendioxid jährlich.

Klimaneutraler Strom wird auch durch die Energierückgewinnungs-Anlage am Hochbehälter Ostfeld erzeugt. Dieser dient vorrangig der Trinkwasserversorgung von Letmathe. Dazu fließt das aus dem Iserlohner Wasserwerk kommende Trinkwasser vom Hochbehälter Stoltenberg durch eine zur Turbine umgebaute Pumpe nach Ostfeld. Der Höhenunterschied wird dabei für die Energierückgewinnung genutzt.

Nicht zuletzt ist Iserlohn außerdem eine von neun KWK-Modellkommunen in NRW und hat bereits 2016 in neun öffentlichen Gebäuden Brennstoffzellensysteme zur Heizungsunterstützung und Stromgewinnung installiert.

Iserlohn zeigt es also ganz deutlich: Die Umsetzung der Energiewende ist möglich – hier vor Ort, mit regional erzeugter Energie und großem Erfolg. Und tatsächlich möchte der Heimatversorger sogar noch einen Schritt weitergehen.


Gemeinsam stark: das Virtuelle Kraftwerk

Denn noch effektiver werden die einzelnen Maßnahmen und Erzeugnisse aus Technologien wie Wind- oder Wasserkraftanlagen, wenn sie gebündelt und kombiniert werden, wenn sich Unternehmen, Institutionen und die Verbraucherinnen zusammenschließen.

Doch wie kann ein solcher Zusammenschluss funktionieren? Für den Heimatversorger ist die Antwort klar: mit dem Virtuellen Kraftwerk.

Das Virtuelle Kraftwerk soll als eine Art Leitwarte Technologien wie Blockheizkraftwerke, Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen aus der Region zusammenführen, um so ein regionales Energienetzwerk für Iserlohn zu schaffen. Dabei zählen nicht nur die großen Unternehmen in der Region, sondern auch jeder Einzelne, der sich z.B. mit der Photovoltaikanlage auf dem heimischen Dach oder dem Mini-Blockheizkraftwerk im Heizungskeller anschließen möchte.

Bereits seit einigen Jahren feilt ein interdisziplinäres Team beim Heimatversorgers an der Idee und bietet nun mit der PowerSharing-Plattform eine Anlaufstellefür alle, die sich über die Energieversorgung der Zukunft informieren wollen.

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