16. Januar 2019

Auslaufen der ersten EEG-Vergütungen: Was ist noch möglich mit Ihrem Sonnenstrom?

20 Jahre sind eine lange Zeit – aber auch die schönste Zeit geht einmal zu Ende. 20 Jahre nach Start der EEG-Vergütung laufen nun die ersten Förderungen für Photovoltaik-Anlagen aus. Und für die Betreiber stellt sich die Frage: Was tun mit meinem Sonnenstrom? Wir haben Antworten!

Viel zu kurz müssen die vergangenen 20 Jahre jenen Betreibern von Photovoltaik-Anlagen vorkommen, die als absolute Vorreiter dabei waren, als es hieß: Deutschland fördert Ökostrom! Im Jahr 2000 ging die sogenannte EEG-Förderung an den Start, die aus dem „Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien“ hervorging. Das Gesetz sollte das sinnvolle Ziel der Bundesregierung unterstützen, erneuerbare Energien zu fördern und den Klimaschutz voranzutreiben.

Man kann sagen, dass dieses Ziel erreicht wurde: Lag die Gesamtleistung aus Photovoltaikanlagen in Deutschland im Jahr 2000 noch bei schlanken 0,1 Gigawatt, wurden bereits 18 Jahre später deutschlandweit gut 45 Gigawatt Strom aus Sonnenkraft produziert. Zu diesem Zuwachs beigetragen hat sicherlich die attraktive EEG-Vergütung, die jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Sonnenstrom zu gutem Geld machte.

Was passiert nach Auslaufen der Förderung?

Was jedoch alle Betreiber von PV-Anlagen schon bei Beantragung wussten: Nach 20 Jahren ist Schluss mit der Förderung, denn so steht es im Erneuerbare-Energien-Gesetz, § 21: „Die Vergütungen sind jeweils für die Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahres zu zahlen“. Diese 20 Jahre nähern sich für die ersten Betreiber von PV-Anlagen nun ihrem Ende. In Iserlohn beispielsweise wurden um die 130 PV-Anlagen vor dem Jahr 2005 errichtet. Damit müssen sich ihre Betreiber auf ein baldiges Auslaufen der Förderung einstellen.

„Was dann?“, werden Sie sich vielleicht fragen, wenn auch Sie betroffen sind. Abschalten? Rückbauen? Den regenerativen Sonnenstrom aufgeben? Das würden wir Ihnen nicht empfehlen! Denn mit Ihrer Photovoltaik-Anlage sind Sie schon jetzt Teil von etwas Größerem: der Energiewende, die wir am besten voranbringen, wenn wir alle daran mitwirken.

Und wer weiß, vielleicht stehen in wenigen Jahren schon viele attraktive Wege für all jene offen, die nicht nur Strom verbrauchen, sondern auch selbst produzieren. Das jedenfalls ist das Ziel von PowerSharing: Wir wollen regional erzeugte Energie bündeln, speichern und verteilen – und zwar so, dass es sich für alle lohnt, die daran beteiligt sind. Mit einer eigenen Anlage können Sie jetzt schon an PowerSharing teilnehmen.

Eigenverbrauch statt Einspeisung ins Netz

Ist das nur Zukunftsmusik? Nicht nur. Denn auch jetzt gibt es schon Wege, bestehende PV-Anlagen lohnenswert zu nutzen. In Zeiten, in denen die Strompreise aufgrund steigender gesetzlicher Abgaben immer weiter steigen, liegt der aktuell attraktivste Weg im Eigenverbrauch.
Dafür können Sie Ihre Photovoltaik-Anlage ohne großen Aufwand umrüsten lassen.

Anstatt den Sonnenstrom ins Netz einzuspeisen und damit – nach Ablauf der EEG-Förderung – nur noch eine relativ geringe Vergütung zu erzielen, verbrauchen Sie einen beachtlichen Teil Ihres Stroms einfach selbst. So müssen Sie nur noch den fehlenden Anteil zukaufen, etwa an langen dunklen Wintertagen, wenn die Kraft unserer mitteleuropäischen Sonne einfach nicht für Beleuchtung, TV, Waschmaschine und Co. reichen will. Den nicht verbrauchten Strom, den Ihre Anlage z.B. an sehr sonnenreichen Tagen produziert, nehmen die Stadtwerke Ihnen gegen eine angemessene Vergütung ab und er wird wie gewohnt ins Netz eingespeist. So geht keine Kilowattstunde des sauberen Sonnenstroms verloren!

Interessiert an einer Umrüstung Ihrer PV-Anlage? Melden Sie sich bei uns!

Sie sind selbst vom Auslaufen der EEG-Förderung betroffen oder wollen aus anderen Gründen auf Eigenverbrauch umrüsten lassen? Dann sind wir für Sie da! Die Techniker der Stadtwerke Iserlohn prüfen Ihre Photovoltaik-Anlage und rüsten sie unkompliziert auf Eigenverbrauch um. Gerne beraten wir Sie auch zu ergänzenden Technologien wie Stromspeichern (s. Infokasten).

Sofort verbrauchen – oder später?

Eine PV-Anlage auf Eigenverbrauch umzurüsten, muss nicht zwingend heißen, dass die Waschmaschine nur noch laufen darf, wenn die Sonne scheint. E-Mobilität und moderne Speichertechnologie machen es möglich, den produzierten Strom für einen späteren Zeitpunkt zu speichern.

Intelligente Solarstromspeicher schauen zunächst, ob der erzeugte Strom im Haushalt verbraucht werden kann, z.B. für den Kühlschrank. Ist die Stromproduktion höher als der aktuelle Verbrauch, wird der Stromspeicher aufgeladen. Die Speicherkapazität kann individuell für Ihre Bedürfnisse ausgelegt werden.

Zukunftsweisend ist auch die Koppelung von Sonnenstrom und E-Fahrzeug. Das Auto dient so als mobiler Speicher: Aufgeladen wird, wenn die PV-Anlage Strom produziert – gefahren werden kann später. Wir beraten Sie gerne zu allen Möglichkeiten, Sonnenstrom zu speichern. Sprechen Sie uns an!

Melden Sie sich bei:
Sebastian Müller
02371 807 1661
s.mueller@heimatversorger.de